Wir haben unsere erste Veranstaltungsreihe geplant und freuen uns wenn ihr vorbei schaut:

Flirten und Sex ohne Grenzüberschreitung
Konsens finden – aber wie?

Die Thematisierung von Sexismus auch innerhalb der radikalen Linken ist mittlerweile weit fortgeschritten und wird in verschiedensten Kontexten diskutiert. Versuche, eine darauf bezogene Praxis zu entwickeln, sehen sehr unterschiedlich aus und funktionieren mal mehr, mal weniger gut. Damit einher geht jedoch oft eine Unsicherheit. Viele wissen nicht, wie sie sich auf eine respektvolle Art und Weise einander nähern können. Darf ich die Person an der Bar, auf der Tanzfläche, nach dem Plenum oder Spiel einfach ansprechen oder ist das schon zu viel? Am besten sage/mache ich gar nichts?
Unserer Ansicht nach sollte das Resultat antisexistischer Praxis nicht sein, dass keine Annäherung mehr stattfindet, sondern dass eine Sensibilität im Umgang miteinander gefunden wird, die ohne Grenzverletzungen passiert. Was genau für die* eine* ok und für den* anderen* unangenehm ist, kann natürlich nur subjektiv bestimmt werden und von Mensch zu Mensch variieren. Und gerade, weil es ein sensibles Thema ist, das viele Leute umtreibt, ist das für uns als asl umso mehr ein Grund sich damit auseinander zu setzen.
Wir sehen hier eine dringende Notwendigkeit – lasst uns immer wieder darüber reden!

Alle Workshops finden im INDEX, Breite Straße 1 in Leipzig statt.
Der Raum ist rauchfrei und wie die Toilette mit dem Rollstuhl zu erreichen.
Alle Workshops sind für alle Geschlechter offen und finden in deutscher Lautsprache statt.

Freitag 11.01.2019, 18 Uhr (3h)
„Consent is sexy? Consent is mandatory!“
Sexueller Konsens im Spannungsfeld politischer Ansprüche und persönlicher Bedürfnisse

ein Workshop mit Sextalk 3000

NO means NO oder YES means YES sind beides Konzepte, welche die Aushandlung sexuellen Konsens beschreiben. Doch wie sage ich nein bzw. drücke bestenfalls meine lustvolle Zustimmung zu Dingen aus, die ich sexuell und selbstbestimmt möchte? Wie erkenne ich, was mir gefällt und wo meine eigenen Grenzen liegen? Und wie genau kommuniziere ich das?
Der Workshop soll eine praktische Herangehensweise an diese und ähnliche Fragen liefern, indem nicht Theorie referiert wird, sondern persönliche Erfahrungen im Mittelpunkt stehen. Dafür soll ein Raum geschaffen werden, der Sprechen und Zuhören ermöglicht, wobei wir uns an der persönlichen Bedürfnislage der Teilnehmer*innen orientieren werden.

Sonntag 03.02. 2019, 12-18h (6h, inkl. 1h Mittagspause)
„Flirten wir eigentlich gerade miteinander?“ – Workshop zum Austausch
über angenehmes Flirten

ein Workshop mit queertopia [queertopia.blogsport.de]

Wie funktioniert das eigentlich mit dem Flirten in der „normalen“ Welt?
Wie läuft das in der linken_queeren Szene ab? Und wie sieht eigentlich meine Utopie von einem coolen Flirt aus?
Flirten ist ein Wort, welches nicht unbedingt positive Gedanken und Gefühle hervorbringt. Dies würden wir gerne mit euch zusammen ändern:)
In diesem Workshop wollen wir erste Schritte zu einer angenehmen Flirt-Atmosphäre gehen. Dabei möchten wir uns in kleinen Spielen dem Konsens-Prinzip (Zustimmungs-Konzept |sexual consent) nähren, Erfahrungen austauschen und herumexperimentieren.


Samstag, 09.02.2019, 14 Uhr Vortrag und Workshop (3-4 Stunden)
Pick-Up Artists – eine kritische Betrachtung

ein Vortrag von Ole Karnatz anschließend ein Workshop mit dem asl

Verführen nach System mit speziellem Wissen und das Ganze unter besonderer Berücksichtigung von Geschlecht – dies gehört zum Anspruch der sogenannten Pick-Up-Szene. Wie sich dieses Wissen äußert und was daran streitbar ist, werden wir in einem Vortrag von Ole Karnatz hören und im Anschluss daran mit ihm diskutieren. Ole Karnatz hat zum Thema geforscht, indem er mit Leuten der Pick-Up-Szene gesprochen und die deutsche Szene teilnehmend beobachtet hat. Der Vortrag wird das Phänomen Pick-Up aus verschiedenen Blickwinkeln möglichst umfassend beschreiben und Einblicke in die Forschung geben.

Nach dem Vortrag wollen wir noch intensiver in das Thema einsteigen. Dafür werden wir uns Materialien aus der Pick-Up Artist Szene genauer ansehen und deren Methoden und Hintergründe diskutieren.